4 Schritte, wie du Perfektionismus überwinden kannst

Wenn du unter Perfektionismus leidest, kommt dir das bestimmt fast wie ein Fluch vor: Egal ob im Job, in der Kindererziehung oder in der Partnerschaft – du willst alles immer irgendwie richtig machen, stimmt’s?

Das haben wir ja auch in der Schule schon so gelernt: Wer was richtig macht, bekommt eine gut Note! Fein! Oder in der Erziehung: Wenn du dein Zimmer aufgeräumt hast, dann bekommst du eine Süßigkeit! (Okay, heute rocken Süßigkeiten nicht mehr so, da ist die Computerspielzeit oder das Handy). Übrigens ist Belohnung ja eigentlich Bestechung, also eine Form von Manipuliation, aber das steht ja noch auf einem ganz anderen Blatt…

Okay, wir habe also gelernt, das Perfektion und der Drang etwas richtig zu machen, belohnt wird. Und wenn es nix Süßes oder Geschenke waren, dann war es zumindest Anerkennung! Na, dämmert’s? Anerkennung ist ja wichtiges menschliches Bedürfnis, das wir alle haben. Blöd ist jedoch, wenn wir für die Erfüllung dieses Bedürfnisses erst noch etwas leisten müssen…

Manchmal ist Perfektionismus auch deshalb entstanden, weil wir eben keine Anerkennung und keine Wertschätzung erhalten haben. Und weil wir die so dringend wollten, haben wir immer mehr und mehr und noch mehr getan… Einfach nur, um zu gefallen oder um akzeptiert zu sein. (So wie der kleine Bruder oder die große Schwester, die es ja ohnehin viel leichter hatten… Ist doch so, oder?)

Wie du den Perfektionismus endlich hinter dir lässt…

Na, nun wissen wir ja, wo es herkommt. Aber wie wird man die Sache wieder los? Hier kommen 4 Schritte, die du mal ausprobieren kannst, damit’s besser wird…

Schritt 1: Erkenne an, das du dich vom Perfektionismus antreiben lässt

Nur wenn du dir eingestehst, dass Perfektionismus eine Falle ist, in die du (und viele andere mit dir) immer wieder tappst, dann ist das der erste Schritt in eine hilfreiche Wendung. Versuche, deinen Perfektionsgedanken auf die Schliche zu kommen. Mein Tipp: Schreibe sie dir auf, z. B. in ein kleines Notizbüchlein. Wenn du dir deiner Gedanken immer mehr und mehr bewusst wirst, kannst du etwas ändern.

Schritt 2: Erkenne, was hinter deinen Gedanken steckt

Hinter unseren Gedanken, stecken wichtige Informationen. Hinter dem Gedanken „ich muss perfekt sein“, stecken wichtige menschliche Bedürfnisse und Werte. Zum Beispiel nach Anerkennung oder Zugehörigkeit. Achte darauf, was du brauchst und was du dir eigentlich wünschst. Unsere Wurzel dazu liegen auch oft viele Jahre zurück.

Schritt 3: Lerne, dich selbst zu akzeptieren

Auch wenn andere Menschen dich in deiner “Nicht-Perfektion“ nicht so annehmen und akzeptieren können, wie du es dir wünscht (meist ist das auch gar nicht so, sondern wir DENKEN nur, dass es so ist…), dann sorge selbst dafür! Selbstakzeptanz und Selbstannahme sowie Selbstliebe sind ein wichtiger Schlüssel, um perfektionistische Gedanken loszulassen.

Schritt 4: Akzeptiere, dass weniger auch genug ist

80 % sind die neuen 100 %: Mache dir vor allem eins klar: 80 % vom Ergebnis sind meist immer noch sehr viel und reichen oft aus. Denn bedenke, dass du kein Computer oder ein anderes technisches Gerät bist, das bei 80 % nicht mehr läuft. Als Menschen geben wir häufig viel mehr als nötig und auch mehr, als andere von uns erhofft haben. Es ist unser Anspruch, der uns 100 % geben lassen möchte. Wenn du lernst, von deinen eigenen Anspruch herunter zu kommen, schenkt dir das sicherlich Zeit und Lebensfreude. 

Wenn du diese vier Schritte in deinen Alltag integrierst, dann bist du ein ganzen Stück weiter! Alle diese Schritte helfen dir auch dabei zukünftig NEIN zu sagen, wenn du Nein meinst. Denn ’nein‘ ist ein wichtiges Wort, um Perfektionismus endlich hinter dir lassen zu können! Sofern du Unterstützung benötigst, schreib mir einfach eine kurze Nachricht oder nutze den Link der kostenlosen Beratungssession!

Support bekommst du in meiner kostenlosen Facebook-Gruppe „Klar und wirksam Nein sagen“! Klick einfach hier!

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