Mut zur Wut: Wie du mit Wut und Ärger besser umgehen kannst

„Och nö, wütend bin ich eigentlich nie“, habe ich früher dauernd gesagt. Ich dachte irgendwie, das kommt in meinem Leben nicht vor. Fakt war: in meiner Familie war Wut eher unterdrückt, unschick, nicht unbedingt gewollt…

Ich fand es manchmal klasse, auf Leute zu treffen, die so richtig ausflippen konnten und allen Dampf vom Kessel ließen, wenn ihnen danach war. Aber irgendwie fand ich es auch immer sehr verletztend. Wenn ich gemeint war, hätte ich mir gewünscht, mein Gegenüber hätte irgendwie freundliche Worte für den Ärger gefunden. Aber Ärger und Freundlichkeit passen irgendwie nicht zusammen, oder doch?

Ärger kann sich jedenfalls ganz schön heftig ausdrücken. Wut kommt schnell. Schnell machen manche ihr Luft. Und danach heißt es: Scherbenhaufen zusammenfegen…

Ärger kann sich auch nach innen richten. Sie (also die Wut meine ich) hat enorme Energie, die irgendwo hin will und Dinge in Gang bringen möchte, aber sich nicht traut. In sich hinein fressen und unterdrücken hilft gar nix. Das kann krank machen. Anderen den Kopf zu waschen, bringt ebenfalls nur Frust und Zwietracht. Also bräuchte man da ja irgendeinen anderen Weg…

Hab Mut zur Wut, denn Wut ist gut…

Eins ist klar: Wenn Wut überflüssig wäre, dann hätten wir sie nicht. Ich glaube, ja, dass alle unsere Gefühle sinnvoll sind. Also auch die Wut! (Zugegeben, es hat etwas gedauert, bis ich das so annehmen konnte 😉 )

Welchen Sinn hat sie also? Unsere Wut möchte uns etwas sagen.! Waaas? Die Wut kann sprechen?! Na ja, so ähnlich…Sie ist zumindest ein Alarmsignal – so ähnlich, wie bei Auto, die Reserve- oder die Werkstatt-Lampe… Wenn etwas im Argen ist, geht die Lampe an. Das bedeutet, da müssten wir mal genauer hinschauen. Da stimmt was nicht. Da ist was nicht in Ordnung. Da sind bestimmte Bedürfnisse nicht erfüllt… Da dürfen wir uns mal um uns kümmern und ab jetzt wieder gut für uns sorgen!


Fakt ist: die Wut darf sein. Es ist  gut, innezuhalten, die Wut wahr-  und ernst zu nehmen und die Botschaft hinter der Wut zu erkennen und zu deuten. Allerdings ist der Vulkan meist schneller ausgebrochen, als wir innehalten können. Bewusstheit auf allen Ebenen ist angesagt.

Wie schaffe ich denn Bewusstheit auf allen Ebenen? Und um welche Ebenen geht es dabei genau?

Wer in der Lage ist, auch im Alltag – seine Gefühle – auch die angenehmen – z. B. Freude, Dankbarkeit oder Begeisterung und die erfüllten Bedürfnisse dahinter wahrzunehmen trainiert für den Ärgerfall. Er kann dann auch  im Schmerz – also bei Ärger und Wut – besser erkennen,  was ärgerlich macht und welche Gedanken und unerfüllten Bedürfnisse dahinter stecken. Je klarer ich mich und andere innerlich verstehe, desto klarer kann ich auf den Punkt bringen, was mich stört und was mich freut. So kann ich ausdrücken was wirklich wichtig ist, so dass ich verstanden werde, ohne andere zu verletzen. Das braucht nur etwas Übung und Geduld. (Ja, okay… das ist etwas Training… 🙂 )

Sich selbst besser wahrzunehmen (neben den Gefühlen und Bedürfnissen, wären dann da auch noch unsere manchmal verzerrten Gedankengänge, von denen wir glauben, dass sie tatsächlich der Wahrheit entsprechen…) ist auf jeden Fall eine super Alternative zum Unterdrücken und Rausposaunen der Wut! Und abhauen und den Kontaktabzubrechen ist auch noch die optimale Lösung, oder?

Anstelle den anderen  fallen zu lassen, wie eine heiße Kartoffel, können wir den Dialog – nach einer kurzen Regenerationspause – (wenn wir klar gekriegt haben, was hinter unserem Ärger steckt) wieder aufgreifen. Ganz im Sinne von aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Wer dran bleibt und immer wieder neuen Mut und neue Hoffnung schöpft, kann neues wagen und gewinnen. Was denn gewinnen? Na, zum Beispiel: Verständnis auf allen Seiten, ein harmonisches und friedliches Miteinander, Kooperationsbereitschaft, Wertschätzung für sich und andere…und noch so einiges mehr. Das macht doch Mut und loht sich doch, oder?

Falls du Unterstützung brauchst, beim „Transformieren deines Ärgers“ oder beim Wahrnehmen von Gefühlen, Bedürfnissen oder beim Verändern deines Mindsets (also das Gedankenkarusell, was dich sogar nachts wachhält), dann komm einfach mal in die kostenlose Beratungssession. Da können wir zumindest mal drüber sprechen. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Oder wir können schauen, welche nächsten Schritte du noch gehen kannst oder solltest, damit dein Leben wieder schön und bunt und gelassen und glücklich wird!

Wenn du Lust hast, schau doch mal in meiner kostenlosen Facebook-Gruppe „klar und wirksam Nein sagen“ vorbei!

Und falls „Nein sagen können“ ein echtes Anliegen von dir ist: hier geht’s zu meinem Gratis-Kurs „mit gutem Gewissen Nein sagen“! Viel Erfolg dabei!

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