Kontrolle oder Vertrauen? Du hast die Wahl!

Es gibt ja so besondere Mechanismen in uns. Einer davon ist, dass wir gerne bestimmte Dinge kontrollieren wollen: „Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser!“ Was für ein uralter Glaubenssatz! Und das Schlimme ist: manchmal sind wir davon überzeugt, dass es wirklich hilfreich ist, andere ständig zu kontrollieren. Klar, es gibt auch die, die sagen: natürlich braucht es Kontrollen, denn ohne läuft nichts und Qualität kommt auch nicht dabei heraus. Vielleicht gehörst du zu denen? Oder du gehörst zu den Menschen, denen Kontrolle gehörig auf die Nerven geht, weil sie gerne selbstverantwortlich handeln wollen und selbstbestimmt leben? Kontrolle loszulassen, bedeutet zu vertrauen und es bedeutet, dass andere Menschen dadurch viel leichter in die Selbstverantwortung kommen…

Vielleicht kann ich kurz definieren, welche Form von Kontrolle ich in diesem Fall meine: Mir geht es um die Kontrolle im Miteinander. Im Mitmenschlichen. Du übergibst jemandem eine Aufgabe und damit auch die Verantwortung, weil du weißt, dass diese Person in der Lage ist, die Dinge zu klären, erledigen oder was auch immer. Doch dann mischt du dich immer wieder ein. Du erklärst, kommentierst und willst im Prinzip erreichen, dass der andere es genau so erledigt, wie du es machst. Deshalb kontrollierst du. Am liebsten würdest du die Dinge sowieso alle selber erledigen, denn dann wäre es perfekt! Oder etwa nicht? Natürlich klingt das gerade etwas provokant. Dennoch bitte ich dich einmal genauer hinter deine eigenen Kulissen zu schauen. Denn wenn du Dinge oft und gerne kontrollierst, dass fehlt dir Vertrauen. Vertrauen in die Person oder Vertrauen darin, dass es auch andere Wege gibt, die zum Resultat führen, als deiner. Und du erkennst: das Problem liegt eigentlich bei dir und gar nicht beim anderen. Aha.
Tja, da bist du allerdings nicht alleine auf dieser Welt, denn alle, die jetzt behaupten, sie würden deshalb ja niemals kontrollieren, die bitte ich, doch in der Zukunft mal genauer hinzuschauen… Und wenn wir hinschauen, dann erkennen wir: ich hätte so gerne Vertrauen! Und daran kann im Grunde niemand was ändern außer ich selbst. Vertrauen wächst in mir (natürlich basiert es auf Erfahrungen, aber vor allem auf meinem eigenen Gedankenkonstrukt und den Bedeutungen, die ich meinen Erfahrungen beimesse…) Das heißt, ich darf mein Vertrauen (auch mein SELBST-Vertrauen) regelmäßig wachsen lassen, gießen und pflegen…also in mir kultivieren. Das hilft! Es ist etwas, was ich selbst vor vielen Jahren begonnen habe und weiterhin tue… Ich kann dich nur an dieser Stelle ermutigen, es auch zu tun! Das führt auch zu schnellerem und besserem Erfolg als die Konrolle oder der Versuch, andere Menschen zu ändern. Zumindest ist das bis dato meine Erkenntnis..
Schön, dass du  wieder bis hierher gelesen hast! 🙂 Ich freue mich über deine Treue und wünsche dir in diesen Zeiten von ganzem Herzen, dass du gesund bleibst – und glücklich!
Herzlichst,
Deine Claudia